Praktische Hinweise

für jeden Ecuador Besucher

 

1. Sicherheit

2. Gesundheit

3. Verhalten der Bevölkerung gegenueber

4. Was mitnehmen ?

 

1. Sicherheit

Leider zu einem Thema geworden. Obwohl ich Ecuador im gesammt amerikanischen Vergleich als mittelmaessig gefaehrlich einstufen würde, sollte man doch ein paar Regeln beachten. Tut man dies, ist es unwahrscheinlich, dass was passiert.
Das Problem sind hauptsächlich Diebstahle und Überfälle. Das schlimmste was eigentlich passieren kann, ist dass man ausgeraubt wird. Es gibt Gegenden, die sind sicher. Andere sind es nicht. Am besten ist man informiert sich bei der lokalen Bevölkerung( Taxifahrer, Hotelangestellte...) ob man zum Beispiel um 20 Uhr nachts noch draussen rumlaufen sollte. Unsicher sind generell die grossen Städte. Da sollte man auf keinen Fall nachts rumlaufen. Dann gibt es auch kleinere Städte da kann man um 2 uhr nachts bedenkenlos mit Fotoapparat rumlaufen. Generell gilt auch, was man nicht mitnimmt, kann einem nicht geklaut werden. Sollte man nun doch überfallen werden, einfach das Geforderte hergeben und lieber nicht den Held spielen.
Gauner arbeiten raffiniert. Lieber einmal zu oft misstrauisch werden, oder weglaufen. Ladrones (Gauner) wissen, da kommen Gringos die leicht ueber's Ohr zu hauen sind.
Beachtet man diese Sachen, ist es selbst fuer eine Frau möglich, alleine als Rucksacktouristin durch das Land zu reisen.
Wenn man nachts oder in den Städten unterwegs ist, ist es immer gut in Gruppen unterwegs zu sein.
Entfuehrungen kommen hin und wieder leider auch vor. Jedoch selten, vielleicht alle 2 Jahre mal.
Polizisten werden gerne Verächtlich "Chapas" genannt, weil sie nur Geld und nicht Sicherheit im Kopf haben.

Hier noch meine Einschaetzung zu ein paar Regionen:

Quito, Guayaquil:
Sind die beiden größten Städte und somit gefaehrlich. Nachts auf keinen Fall alleine rumlaufen und tagsueber keine Wertsachen mitnehmen.

Cuenca, Riobamba, Ambato:
Auch in diesen Staeden der Sierra sollte man nachts nicht alleine rumlaufen. Tagsueber sind Überfälle unwahrscheinlich.

Die Sierra im allgemeinen:
Von den Städten abgesehen sicher. Die Bevölkerung ist meistens soger sehr gastfreundlich und hilfsbereit.

Die Costa:
Hier leider vorsichtig sein. In die meisten Staede würde ich nicht hinfahren! Zum Teil sind da tagsueber Überfälle wahrscheinlich. Trotzdem gibt es bekannte und sehr beliebte Straende wie "Montanita" wo ich das Risiko fuer vertretbar halte, besonders wenn man in einer Gruppe oder mit dem Auto unterwegs ist. Generell sollen die suedlichen Straende wie Montanita schöner und ungefaehrlicher sein.

El Oriente, der Urwald im Osten des Landes:
Generell sehr sicher. Besonders der südliche Teil wie Puyo, Tena und Macas. Anders sieht es in im norden, in Coca und besonders in Lago Agrio aus. Lago Agrio ist die Ölstadt Ecuadors, liegt an der Grenze zu Kolumbien und somit am Bürgerkrieg Kolumbiens mit der Guerilla. Daher ist hier die Gefahr einer Entfuehrung prasent. Wenn man nach Cuyabeno moechte, sollte einen das nicht davon abhalten. Man sollte nur eben vom Flughaben mit einem Taxi ins Hotel und dann von dort mit der Reiseagentur zum Nationalpark Cuyabeno.

Ich hoffe nun keinem Angst gemacht zu haben;) Wie gesagt, wenn man ein bischen aufpasst passiert selten was. Ich kenne keinen Touristen dem was passiert ist. Das Land lohnt sich auf jeden Fall. Trotzdem kann es sein dass was passiert, wie man auch hier in Deutschland überfallen werden kann. Daher übernehme ich weder die Verantwortung dass was am Flughafen in Frankfurt passiert, noch in Ecuador. Dies ist meine persönliche Einschaetzung.

Eure Erfahrungen waeren im Forum zu Sicherheit auch wertvoll.

 

2.Gesundheit

Das wahrscheinlichste Problem in Sachen Gesundheit sind Würmer und Amoeben. Ecuadorianische Maegen sind an diese schon gewohnt. Leichte beschwerden in den ersten Tagen und Wochen kommen oft daher, dass sich der Magen an das Essen erst gewöhnen muss.
Nach einem Monat im Land tauchen dann oft Beschwerden wie Durchfall, manchmal auch Uebelkeit oder ein unwohles Gefühl im Magen auf. Das sind dann höchstwahrscheinlich die Parasiten. Im Prinzip kann man ihr Auftauchen nicht verhindern. Auch sind Parasiten kein großeres Problem. Es gibt Tabletten gegen die Amoeben und die Würmer. Die Ärzte dort kennen sich da aus. Eine Wurmkur sollte man sowieso machen bevor man wieder nach Deutschland kommt.

In der Kueste und dem Oriente kann Malaria oder Dengue Fieber auftreten. Manchmal ist die Dengue sehr verbreitet, in diesen Fällen kann es besser sein, die Gebiete zu meiden. Beide Fieber sind gut zu heilen wenn sie behandelt werden. Deutsche Ärzte geben oft eine Malaria Profilaxe mit. Ecuadoriansiche Ärzte halten das Risiko an Malaria zu erkranken als geringer als die Nebenwirkungen der Profilaxe und empfehlen diese somit nicht. Das Risiko verkleinern kann man, indem man sich vor Moskito Stichen schützt, da diese Tierchen die Fieber übertragen. Vor allem in der Dämmerung und der Nacht Anti-Muecken Cremen oder Sprays auftragen und/oder soviel Haut wie möglich mit Kleidung bedecken.

In Deutschland sollte man vor der Fahrt beim Arzt überprüfen ob alle Impfungen noch wirken oder welche fehlen.

Auf der Strasse kein Schweinefleisch essen, oder sich überzeugen dass es auch durchgekocht ist. Es könnte Trichinen haben.

Die Sonne ist in Ecuador besonders auf dem Gebirge und am Strand stärker als man denkt.

Vorsichtig mit Hanf, weniger wegen der Gesundheit, als wegen der hohen Strafen die darauf stehen. (2Jahre Gefängnis)

Zur Hoehe: Schon in Quito wird man merken, wie anstrengend plötzlich das Treppensteigen ist. Bis auf 4000 meter hoehe hat man aber selten gesundheitliche Probleme. Hoeher als 4000m hinaus sollte man nur, wenn man vorher ein par Tage oder Wochen auf mind. 2500m war. Die Hoehenkrankheit faengt mit Kopfschmerzen an. Dies ist beim Bergsteigen auf die Schneebedeckten Gipfel fast normal. Wenn dann Uebelkeit hinzukommt, sollte man über einen Abstieg nachdenken. Auf über 5000m oder gar 6000m wie beim Chimborazo ist die Luft schon extrem duenn. Wenn man sich an diese Hoehe wagt sollte man vor allem gut akklimatisiert sein, also zuvor ne Zeit in der Hoehe verbracht haben. Viel Trinken ist gegen die Hoehenkrankheit auch ganz wichtig.

3. Verhalten der Bevölkerung gegenueber

Wenn man sich einfach immer freundlich und respektvoll verhält, kann man kaum was falsch machen.
Ein paar Regeln, vor allem der indigenen Bevölkerung, den "Indios" gegenueber, sollte man trotzdem kennen.
1. Nie einen Indigena(Ureinwohner) Indio nennen. Indio ist ein Schimpfwort! Es wird von den Ureinwohnern auch so aufgefasst. Jemanden in Ecuador Indio zu nennen, ist ähnlich wie hier jemanden Neger zu nennen.
2. Vor allem im laendlichen Bereich, kann Duzen als Respektlos empfunden werden. Es wird generell mehr gesiezt als hier. Oft werden sogar Eltern von ihren Kindern gesiezt.
3.Bettlern gegenueber: Mag Jeder ein bischen anders sehen. Meine Einstellung ist, dass ich Kindern kein Geld gebe, sondern wenn's geht lieber Kekse oder so anbiete. Bei alten Leuten, die meistens keine Hoffnung auf Arbeit oder einen Verdienst haben, sollte man ruhig ein paar Cent oder einen Dollar geben. Oft werden einem auch Kaugummis oder Schuheputzen oder ähnliches angeboten. Ich bin der Meinung, dass es besser ist sich die Schuhe putzen zu lassen oder was anderes "Nutzloses" zu kaufen, als einfach Geld zu geben. Wenn man eine Leistung dafuer bekommt, fühlen sich die Leute nicht als Bettler. Sonst hingegen ist es von oben nach unten herab. Man kann sich seine Schuhe fuer einen Schuhputzer ja auch ausziehen.
4. Polizisten gegenueber: Wenn man eine Frage hat, kann man sich sicher an einen wenden. Trotzdem werden die dortigen Polizisten nicht ohne Grund abfaellig "Chapas" genannt. Das Problem liegt darin, dass das Interesse der Polizei nicht in der Sichherheit liegt, sondern am Geld. Wenn ihr also kontrolliert werdet, hat der Polizist nicht eure Sicherheit im Kopf, sondern wie er euch Geld abnehmen kann. Wenn er was gefunden haben sollte, und er euch nicht weiterfahren laesst, denn reicht es in der Regel, wenn man ihm 2-3 Dollar in die Hand drueckt. Moechte man die Korruption nicht unterstuetzen so kann man die Quittung fordern, auch wenn diese 5mal mehr kosten kann. Oft kommt man bei Chapas auf die sture oder indirekt drohende Art auch weiter.
5. Aufdringliche Verkäufer ruhig bestimmt und fest ablehnen.
6. Wechselgeld (und auch die Ware) immer nachzählen:)
7. Auf Maerkten um Cent zu feilschen halte ich fuer falsch. Man sollte natuerlich schon nicht uebers Ohr gehauen werden, aber als "reicher Gringo" mit armen Indigenas die an ihren Waren oft schon wenig genug verdienen, noch um ein paar Cent zu verhandeln ist nicht schön. Trotzdem muss man auch bedenken, dass fuer Touristen oft viel zu hohe Preise gesetzt werden. Auch wenn man mehrere Sachen kaufen will, kann handeln nett sein.
8. Wird man viel mit der einheimischen Bevölkerung zu tun haben, empfehle ich sich über ihre Kultur und Denkweise zu informieren. Wissen darueber im Kopf zu haben hilft einem dort sehr weiter. Hierzu kann auf das Kapitel Kultur verwiesen werden.

 

4. Was mitnehmen

Haengt vor allem davon ab, wo man hin moechte. Zum Anziehen in der Costa un Oriente leichte Sachen fuer die Hitze, sowie Regensachen. Abends kann was langaermliges gegen die Mücken gut sein. In der Sierra auf sehr wechselhaftes Wetter einstellen.
Da neben gibt es eigentlich kaum was Besonderes was man nicht vergessen darf. Das meiste bekommt man auch dort. Ein schoener Fotoapparat ist schön, doch hat man mit wertvollen Sachen vor allem als Rucksacktourist mehr Stress.

 

 

 

 

 

der Mond auf dem Kopf auf 4000 Metern Hoehe

Nationalpark Mindo der Nationalpark Mindo

playa la Costa

Papallacta die Baeder von Papallacta

cotopaxi   der höchste aktive Vulkan der Erde, Cotopaxi (5897m)

 Eiswelten  auf ca. 5500m beim Cotopaxi

San Rafael San Rafael

el Oriente Cuyabeno

Giron
Wasserfall bei Giron

El Reventador
Volcan El Reventador