/Ecuador/Politik
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Politik und Gesellschaft in Ecuador
1.1 Überblick über die politischen Verhältnisse
Ecuador hat ein präsidentiales System. Wichtigste
Person auf der politischen Bühne ist der Präsident. Neben ihm
hat das Militär immer noch starke Macht. Es verschlingt einen grossen Teil
des Haushalts und ist oft entscheidender Faktor ob ein Präsident
gestürzt wird oder nicht.
Wie wenige Republiken in Suedamerika ist die
ecuadorianische Demokratie sehr instabiel. Seit über 10 Jahren
hat es kein Praesident geschafft, seine Amtszeit von 4 Jahren zu
überdauern, ohne gestürzt zu werden.
Es tobt ein dauernder Kampf um Macht. Wichtigste
Akteure dabei sind: Die Oligarchen, das Militaer, das Ausland
(vornehmlich die USA und transnationale Unternehmen ) und
politische Organisationen wie die Indianervereinigung
Patchacutec. Alle haben ihre Interessen.
Besonders mächtig
sind die Oligarchen der Küste, zum Beispiel der schwerreiche
Alvaro Noboa, dem fast die gesammten Bananenplantagen und
eine nette Schiffsfotte gehoeren. Sehr viel Einfluss hat auch der
Kuesten-Oligarch „Leon Febres Cordero“ .Ihm "gehören" viele der obersten Richter, ein duzend Abgeordnete und einige Fernsehkanäle. Kaum einer legt sich mit ihm an.
Es gibt zwei
traditionelle Parteien, die „PSC(Pardido Social
Christiano)“ der Küste, unter Vorsitz von Leon Febres
Cordero und ID (Izquierda Democratica), „linke
Demokratie“ vom Hochland. Wegen der verständlichen
Politikverdrossenheit der Bevölkerung, verlieren dies
traditionellen Parteien zunehmend an Einfluß, zu gunsten junger,
zum großteil populistischer Parteien. Leider läßt sich das
ungebildete Volk gerne von charismatischen, allesversprechenden
Politikern überzeugen, die sich kurz nach dem Amtsantritt als
Verbrecher rausstellen und mit viel Geld ins Ausland flüchten.
Hier noch meine Einschätzung der wichtigsten Parteien.
Partido Social Christiano(PSC) : Partei der
Küstenoligarchen
Izquierda Democratica (ID): Gemäßigt Links
orientierte Partei der Sierra.
PRE: nach dem (böse Zungen sagen von den
USA )ermordeten, geschätzten exPraesidenten Roldos benannte
Partei. Jedoch nun verbrecherisch und populistisch. ( Bsp. exPresident Abdala Bucaram)
Pachakutik: Die Partei der Ureinwohner,
verfolgt linke und soziale Ziele.
PRIAN: populistisch, gehört zu den
Oligarchen der Kueste.
MPD: Links(populistisch)
Alianza Pais: Klein und Links. Der jetzige
Prasident Raffael Correa gehört ihr an.
1.2 Aktuelle politische Situation
Seit über 10 Jahren rutscht Ecuador von einer
wirtschaftlich-politischen Krise in die nächste. Man könnte es
so ausdrücken: Nach jedem Präsidentensturz wurden wieder
Verbrecher gewählt, welche meist Kaos, Krisen und Scherben
hinterließen, bevor diese wiederum gestürzt wurden. Ex. Praesidenten wie Abdala Bucaram, flohen mit
vielen millionen Dollar der Zentralbank ins Ausland. Lucio
Gutierrez wirtschaftete in die eigene und auslaendische Tasche,
es gelang ihm anfang 2005 noch gerade sich am Flughafen in einen
Hubschrauber zu retten, bevor er von den wütenden Demonstranten
die schon auf die Flugbahn rannten, gelyncht worden wäre.
Es waren sehr spannende Wahlen, die Rafael Correa
im Januar 2007 zum Präsidenten erhoben. Die beiden
traditionellen Parteien ID und PSC kamen nur auf rund 10%. Es
scheint, dass nun zum ersten mal seit vielen Jahren oder gar
Jahrzehnten ein Prasident an der Macht ist, der die Moral und
Intelligenz hat, sein Amt zum Wohle der Mehrheit der Bevölkerung nutzen zu können. Zur
Zeit ist er recht beliebt und sitzt fest im Amt, was selten bei
einem ecuad. Präsidenten ist.
Bisher hat er dringende Reformen in
der Polizei vorgenommen, die „Sozialhilfe fuer besonders
Arme“ von 30$ auf 60$ erhöht. Weiterhin möchte er den
Einkommenssteuersatz nach hoehe der Einkommen staffeln, was jedoch nur
sinnvoll wäre, wenn er durchsetzen kann, dass auch Alle Steuern
zahlen. Zur Zeit zahlen alle den gleichen Steuersatz. Sein wichtigstes
Projekt ist die „Verfassungsgebende
Versammlung“, „la Asamblea Constitucional“.
Am 14. April sind Wahlen, ob diese Verfassungsgebende Versammlung stattfindet.
Wird dies der Fall, was voraussichtlich sein wird, stehen Ecuador tiefgreifende politische
Veränderungen bevor. Diese Versammlung loest temporär das Parlament ab, und
beschliesst eine neue Verfassung. Das heisst das ganze alte politsche, korrupte, eingefahrene
System koennte auf den Kopf gestellt werden. Schon jetzt wurden alt Eingesessene Oligarchen
aus dem Land gejagt. Es ist also sehr Wahrscheinlich, dass Ecuador eine tiefgreifende,
linksorientierte Veraenderung des Systems bevorsteht. Meiner Meinung nach kanns eigentlich nicht
schlimmer werden als es die letzten Jahre war, somit blicke ich endlich mit einer Spur
Optimismus in die Zukunft des Landes.
Obwohl Correa bekanntermaßen ein Gegner der US-Politik
ist, verhält er sich seit er Präsident ist, recht diplomatisch,
was in Ecuador's Lage auch angebracht ist. Trotzdem setzt er
auslaendische Firmen, die jahrelang das Land ausgebeutet haben
(bsp. gehen 80% der Erdölerlöse ins Ausland) unter Druck und
stellt die nationale Wirtschaft vor die Schuldenrückzahlung.
tatsäch wurden von ihm endlich die lange Zeit mächtigsten Maenner
aus dem Land geworfen, die Kuestenoligarchen "Leon Febres Corder" und "Gustavo Noboa"
2. Gesellschaftliche Strukturen in Ecuador
2.1 Eine Klassengesellschaft
Es gibt eine Handvoll reicher Familien, die auf
nationaler Ebene grossen Einfluss auf die Wirtschaft und Politik
ausüben.
Etwa 10% der Bevölkerung genießt einen westlichen
Lebensstandard. Das heisst, sie können ihre Kinder auf Privatschulen schicken,
fahren teure bis mittelteure Autos, haben Hausfrauen und verdienen ca. zwischen 30000 und 1000 Dollar monatlich.
Sie sind meistens entweder selbstständig oder haben hohe öffentliche Ämter inne.
Die meißten Mitglieder dieser Oberschicht sind weiß, katholisch und haben ein ausgeprägtes Klassendenken, auch
wenn viele der jüngeren Generation schon sehr aufgeklärt und liberal sind.
Dieses Klassendenken, was auch in den
unteren Schichten der Gesellschaft zu finden ist, kennt grob 3
Kategorien. Am höchsten angesehen sind westliche Ausländer, die
Gringo's (Obwohl dies im Kontrast zur zunehmenden Ani-US Stimmung steht). Dann kommen die 10% (weisse) Oberschicht. Die restlichen
90% der Ecuadorianer wären grob die „untere Klasse“.
Dabei kommt es, (auch wenn's offen nicht gesagt wird) auch auf
die Hautfarbe an. Das heißt die Indigenas(Ureinwohner) und Schwarzen der Küste stehen nochmal tiefer. Mehr hierzu ist im Kapitel Kultur zu finden.
Eine Mittelschicht ist schwer zu definieren.
Vielleicht als der Teil der Gesellschaft, der nicht zu den 10% der Oberschicht und auch nicht zu den 60% der Armen zählt.
2.2 Die Identität der Indianer
Nur langsam finden die Indigenas ihre Identität wieder. Tun sie dies, werden sie sich bewusst werden, dass sie
keine Menschen 3. Klasse sind. Besonders schön anzusehen und
fortgeschritten ist dieses Bewusstsein in Otavallo und Canar. Dort tragen die
Einwohner zunehmend traditionelle Trachten und auch die Jüngeren
sieht man zunehmend mit langem Haar und traditioneller Hose, statt einem Capi und einer Jeans. Diese
Entwicklung wird meiner Meinung nach positiv vom Tourismus beeinflusst. Er führt dazu, dass die Einheimischen merken,
dass ihre Kultur etwas Besonderes ist, und es sich sogar was verdienen laesst, wenn man sie weiterführt.
Wie im Kapitel Kultur beschrieben, wird diese Entwicklung u.a. durch 3 Gründe zugunsten eines westlich
geprägten Konsumdenkens gestört: 1. Durch fehlende Bildung. 2. Einfluss der in den USA und Spanien lebenden Migranten.
3. Westlicher Einfluss der Medien.
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auf 4000 Metern Hoehe
der Nationalpark Mindo
la Costa
die Baeder von Papallacta
der höchste aktive Vulkan der Erde, Cotopaxi (5897m)
auf ca. 5500m beim Cotopaxi
San Rafael
Cuyabeno

Wasserfall bei Giron

Volcan El Reventador
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